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Ärzte bestätigen Dosierung und Dauer der HELIXOR- Misteltherapie




Die Misteltherapie steht im Hinblick auf Ihre Anwendungshäufigkeit seit Jahrzehnten an der Spitze der komplementäronkologischen Maßnahmen und wird von vielen Ärzten als unverzichtbare Basis einer ausgewogenen Tumortherapie angesehen. Trotz dieser hohen Verordnungszahl gilt die Therapie mitunter als schwierig. Prinzipiell können Mistelpräparate auf unterschiedliche Art und Weise dosiert werden. Ein Dosierungsschema wurde unlängst von einer Expertenkonferenz unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft Tumortherapie des renommierten Kieler H. G. Creutzfeldt-Instituts in Form eines Thesenpapiers entwickelt und nun im Rahmen einer deutschlandweiten Umfrage Ärzten zur Bewertung vorgelegt. 759 der befragten Ärzte bestätigen dieses neue, vereinfachte Therapiekonzept im vollen Umfang.

Während die Mistelpräparate der phytopharmazeutischen Hersteller nur in einer Standarddosierung erhältlich sind, weisen die Präparate der anthroposophischen Therapierichtung eine erheblich größere Variabilität auf. Sowohl die Experten als auch die befragten Ärzte waren sich einig (> 90 %), dass die Dosierung von Mistelgesamtextrakten dem Krankheitsverlauf des einzelnen Patienten angepasst werden muss. Aus diesem Grund ist eine Standarddosierung nicht sinnvoll, sondern eine Individualisierung der Dosis mit einer schrittweisen Eskalation empfehlenswert. Für die individuelle Dosierung der Präparate stehen sogenannte HELIXOR®- Originalpackungen und HELIXOR®- Serienpackungen zur Verfügung. Während die Originalpackungen 8 Ampullen einer Wirkstärke (von 0.01 bis 100 mg) beinhalten, besteht eine Serienpackung aus 7 Ampullen in aufsteigender Dosierung (Serie I: 1 – 10 mg; Serie II: 10 – 30 mg; Serie IV: 20 – 50 mg).

Für eine langsame und verträgliche Dosiseskalation sollten, so die Expertenmeinung, initial die Originalpackungen zum Einsatz kommen. Diese Art der Dosierung verwenden bereits fast 90 % aller Befragten in ihrer täglichen Praxis oder können es sich für den Praxisalltag gut vorstellen. Kommt es jedoch auf eine schnellere und kräftigere Mistelwirkung an, sollte die Dosiseskalation mit Hilfe von Serienpackungen (von 1 bis 50 mg/ Ampulle) mit aufsteigenden Konzentrationen erfolgen, so die Experten. Auch diese Empfehlung wurde von über 87 % der befragten Ärzte bestätigt.

Einleitungstherapie

In der Praxis stellt sich zudem häufig die Frage, bis zu welcher Maximal-Dosis beim jeweiligen Patienten gesteigert werden soll. Auch hier sind sich die Experten und die befragten Ärzte einig (fast 93 %). Die Misteltherapie wird bis zur optimalen Patientenreaktion schrittweise gesteigert. Diese zeigt sich z.B. in Lokalreaktionen < 5 cm (Rötung, Induration) an der Injektionsstelle, Temperaturanstieg > 0,5°C (Circadianrhythmik), positiven immunologischen Reaktionen und/oder der Verbesserung von Lebensqualität. Die anschließende Erhaltungstherapie erfolgt mit der so ermittelten Dosierung. Bei nachlassender Patientenreaktion wird wieder schrittweise gesteigert, so die Experten. Sowohl die Expertenmeinung als auch die Antworten der befragten Ärzte (94 %) stimmten dahingehend überein, dass eine Lokalreaktion im Sinne einer Induration > 5 cm an der Injektionsstelle, eine Körpertemperatur > 38°C oder grippeartige Symptome dosislimitierende Faktoren sind. Bei derartigen Symptomen sollten Therapiepausen mit einer ggf. späteren Dosisreduktion eingelegt werden.

Dauer der Behandlung


Speziell die Dauer einer adjuvanten Behandlung mit Mistelgesamtextrakten wird teilweise kontrovers diskutiert. Hier gingen die niedergelassenen Ärzte teilweise sogar über die Empfehlung der Experten (5 Jahre) hinaus. Während zwei Drittel der befragten Ärzte mit den Experten übereinstimmten, war fast jeder fünfte niedergelassene Arzt der Meinung, dass die Misteltherapie auch im Rahmen einer adjuvanten Tumortherapie zeitlich unbeschränkt durchgeführt werden sollte, solange der Patient davon profitiert. Eine große Übereinstimmung herrschte in der Frage der palliativen Tumortherapie. Hier waren sich die Ärzte einig: Die Behandlungsdauer ist in der palliativen Tumortherapie zeitlich unbegrenzt, solange der Patient davon profitiert.



Quelle: Praxis Magazin 3 / 2009     Download PDF-Download

Autoren:
Redaktion Praxis Magazin


 

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